Holz als Baumaterial und nachwachsender Rohstoff erlangt viele Vorteile in puncto Ökologie und Wirtschaftlichkeit. Die Verwendung von alpenländischen oder nordischen Hölzern zum Hausbau ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz, speziell im Hinblick auf die Reduzierung des sogenannten Treibhauseffekts.

Das zu den Treibhausgasen zählende Kohlendioxid (CO2) wird nämlich in den Wäldern gebunden. Holz entzieht der Atmosphäre während seines Wachstums mehr CO2, als bei seiner Verarbeitung zu Schnittholz oder Holzwerkstoffen freigesetzt wird. Eine positive Auswirkung, trägt dies doch zur Verminderung der von Menschen verursachten Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Wer sich für den Bau eines Hauses mit dem Baustoff Holz entscheidet, leistet einen aktiven Beitrag zur Reduktion von Kohlendioxid!

Holz brennt zwar, aber nur sehr langsam und berechenbar. Daher fühlt sich die Feuerwehr in einem Holzhaus wohler als in anderen Gebäuden. Prof. Dr. Stefan Winter, Ingenieur und Holzbauexperte, dazu: „Ich baue mit Holz, weil es sicher ist. Es entflammt viel schwerer als die meisten anderen Materialien in unseren Wohnungen und Häusern“. Holz besteht aus einer Vielzahl von Zellen, deren Wände aus Cellulose, Lignin und Polyosen aufgebaut sind. Es enthält außerdem Wasser, diverse Spurenelemente und hat nur eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Wenn es Feuer fängt, tritt Wasserdampf aus. Es bildet sich eine Kohleschicht auf der Holzoberfläche, die isolierend wirkt. Indem das Holz an seiner Außenseite verkohlt, wird eine weitere Sauerstoffzufuhr ins Holzinnere verhindert und das Feuer erlischt – sofern nicht ständig weiter Energie zugeführt wird. Damit schützt sich das Holz selbst vor der völligen Zerstörung.

Holzbaukonstruktion hat Vorteile bei hohen Temperaturen

Durch diese physikalischen Eigenschaften behält eine Gebäudetragkonstruktion aus Holz auch unter hohen Temperaturen lange Zeit seine Festigkeit. Ein Holzbalken hält dem Feuer länger stand als zum Beispiel ein ungeschützter Stahlträger. Auch Holzfenster schützen im Brandfall besser als Fenster aus Kunststoff. Das haben Untersuchungen und Brandversuche ergeben. Während Thermoplaste bereits bei 110 bis 130 Grad Celsius zerfließen, kann Holz Temperaturen von über 200 Grad standhalten. Das bedeutet: Ein Kunststoffrahmen verformt sich viel schneller als ein Holzrahmen. Dadurch bersten auch die Scheiben früher und Sauerstoff kann eindringen.